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Der perfekte Pendler – Ein Märchen aus 1001 Bahnfart

der perfekte Pendler - Ein Märchen aus 1001 Bahnfart

Kennst du schon Herrn Müller? Nein? Dann wirds aber Zeit. Herr Müller ist der perfekte Pendler. Er ist 45 Jahre alt, IT-Führungskraft und pendelt jeden Tag. Seit 15 Jahren.

Herr Müller, mit Vornamen Thomas, hat 2 Kinder und eine 1 glückliche Ehefrau. Er pendelt jeden Tag von Stuttgart nach Frankfurt und abends wieder zurück. Die Strecke fährt er immer mit dem ICE. Jeden Tag.

Herr Müller ist der deutsche Vorzeigependler schlechthin. Ich durfte Herr Müller einen Tag lang begleiten für den Blog. Dabei habe ich mir seinen Tagesablauf und seine Routinen und Co aufgeschrieben. Und heute teile ich sie dir mit.

Wie sieht der perfekte Pendler aus? Was tut Herr Müller so den ganzen Tag? Was macht er alles? Und warum hat er soviel Zeit?
Schauen wir doch mal in den Tagesablauf von Herrn Müller, dem perfekten Pendler.
Herr Müller hat mir seinen Tag ganz grob und schnell wie folgt zusammengefasst:

  • hat genug Schlaf
  • ist immer ausgeglichen
  • hat immer Spaß am Pendeln
  • arbeitet viel
  • hat genug Zeit für die Familie und Kinder
  • hat genug Zeit für die Hobbies
  • macht genug Sport
  • ist top organisiert

Du siehst schon das ist alles sehr sehr viel. Aber Herr Müller ist einfach gut als Berufspendler.

 

Der perfeket Pendler: Morgens bei Herr Müller

 

Herr Müller steht morgens um 4 auf. Direkt nach dem Aufstehen trinkt er ein großes Glas Wasser. Das kurbelt den Kreislauf an. Anschließend frühstückt Herr Müller. Zum Frühstück gibt es Obst,  ein gesundes Müsli und einen frisch gemachten Smoothie. „Das gibt Power für den Tag“, so Herr Müller. Beim frühstücken liest er ein Buch.

Anschließend meditiert Herr Müller für 20-30 min. So bringt er seine Achtsamkeit für den Tag auf Vordermann. Und er bereitet seinen Geist für den Tag vor. „Achtsamkeit und Vorbereitung ist das A und O eines jeden Pendlers“, so Herr Müllers Meinung.
Nach Der Meditation ist der Sport dran. Abwechselnd geht Herr Müller joggen, macht Yoga oder Krafttraining mit dem Eigengewicht. Je nach Wochentag etwas anderes „aber jeden Morgen muss etwas Sport sein“, so Müllers Devise.
Nach dem Sport geht es unter die Dusche und abschließend wird sich mit kaltem Wasser abgebraust. Das motiviert und härtet ab. Dann wird Kaffee gekocht, sich für den Tag in Schale geschmissen, in den Coffee-to-go Becher abgefüllt und los geht’s. Wie du siehst hat Herr Müller eine strikte Morgenroutine.

Es ist mittlerweile viertel nach 6. Um kurz vor 7 fährt sein Zug nach Frankfurt.
Auf dem Weg zur Sbahn und in der Sbahn hört Herr Müller einen Podcast. „Ich habe eine ganze Reihe an Podcasts aus den verschiedensten Themengebieten“.
In der Sbahn steht er natürlich. „Sitzen ist das neue Rauchen“ sagt er sich. Und da er im Büro noch viel sitzt, denkt er hier voraus.

 

Der perfekte Pendler: Herr Müller in der Bahn

 

Kaffeetrinkend läuft er zu seinem Zug nach Frankfurt. Dort angekommen sucht er sich einen Sitzplatz und klappt seinen Laptop auf. Es gilt die Tagesplanung zu machen. Dazu nimmt er sich 10 min Zeit und plant seine ToDos in seinen Kalender ein, er schaut welches Meeting er noch vorberieiten muss und plant seine Pausen. Er plant auch immer genug Puffer ein, so kann er auch mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen wann er nach Hause kommt.

Nach der Tagesplanung geht er seine privaten Projekte an. Er bildet sich mit Büchern und Videokursen auf Udemy und anderen Plattformen fort. Ab und macht er noch die Abrechnung für seinen Verein, Herr Müller ist dort Kassenwart.

Anschließend ist er in Frankfurt angekommen und er läuft das letzte Stück zu seiner Arbeit. Hier hört Herr Müller einen Podcast oder Musik. Ab und an denkt er dabei aber auch einfach nur vor sich hin. „Den Gedanken freien Lauf lassen und so neue Ideen generieren“, nennt er das.

Auf der Arbeit angekommen widmet er sich erstmal der wichtigsten Aufgabe des Tages. Er nutzt verschiedene Produktivitätstechniken um die Aufgaben und ToDos möglichst schnell und möglichst gut zu erledigen. In der Mittagspause passt er seine Tagesplanung an und macht sich an die 2. Hälfte des Arbeitstages.
Durch seine produktive und gut geplante Arbeitsweise kann Herr Müller die Arbeit so um halb 5 verlassen.

 

Der perfekte Pendler: Herr Müller auf dem Heimweg

 

Er läuft auch hier wieder von der Arbeit zum Hauptbahnhof. Im Zug angekommen, beantwortet er Emails, Anrufe und arbeitet noch einige Dinge in Ruhe ab.
Anschließend liest er noch in seinem Buch weiter. „Ich schalte so gedanklich ab, habe nichts mehr von der Firma im Kopf sondern kann mich voll und ganz auf Daheim und meine Familie konzentrieren“, erzählt Herr Müller.
Wieder in Stuttgart angekommen hört er auf dem Rückweg in der Sbahn noch einen Podcast und geht in Ruhe nach Hause. Auf dem Heimweg geht er noch schnell einiges einkaufen, seine Frau hat ihm in der Mittagspause geschrieben dass noch etwas benötigt wird. „Das ist kein Thema, das mache ich doch gerne“.

Daheim angekommen grüßt er seine Frau und die Kinder. Die Kinder zeigen ihm voller Stolz was sie heute alles gemacht und gespielt haben. Anschließend hilft er seinen beiden Kindern bei den Hausaufgaben (der Junge ist 7 Jahre alt, die Tochter ist 5 und gerade in die Schule gekommen) oder verbringt mit Ihnen noch etwas Zeit.

Dann ist Essenszeit. Er kocht und bereitet das Abendessen mit seiner Frau zusammen vor. Beim Abendessen wird sich über den Tag ausgetauscht, was alles so passiert ist und was in der nächsten Zeit in der Schule dran kommt. Danach kümmert er sich noch um Haushaltsaufgaben und hilft mit beim Putzen der Küche.

Anschließend werden die Kinder ins Bett gebracht. Zum Schluss verbringt er den Rest des Abends noch mit seiner Frau und liest noch ein wenig. Am späten Abend geht es Richtung Bett. Er richtet das Frühstück für morgen hin, schreibt in sein Erfolgsjournal was alles gut lief und legt die Klamotten für den nächsten Tag hin.

Anschließend geht er schlafen. Es ist mittlerweile 11 Uhr.

Und wenn er nicht gestorben ist so pendelt Herr Müller heute noch…

 

Fazit der perfekte Pendler

 

Herr Müller ist nur eine fiktive Figur und in Realität gibt es ihn nicht. Ob es wirklich Pendler wie ihn gibt? Ich weiß es nicht, aktuell kenne ich keinen. Aber vielleicht bist du wie Herr Müller? Wie siehst du Herr Müller?

Ob ein solcher Tag möglich ist? Sag du es mir.

Wie sieht dein Tag aus? Kriegst du immer alles so perfekt hin wie Herr Müller? Wo liegen deine Probleme? Oder läuft es hier wie in diesem Artikel bei dir?

6 Gedanken zu „Der perfekte Pendler – Ein Märchen aus 1001 Bahnfart

  1. Es fehlt noch die Info, dass Herr Müller nach dem Aufräumen der Küche jeden zweiten Abend routinemäßig Liebe mit seiner glücklichen Frau macht

    1. Ja das ist ein etwas übertriebenes Beispiel. Es soll aber auch suggerieren dass es diese Ultrapendler nicht gibt welche so super-duper organisiert sind. Gutes, entspanntes und erfolgreiches Pendeln geht immer mit Verzicht einher…

      1. Wie so ziemlich alles wenn man sich entscheiden muss 😉 Wählt man Option A, kann man Optionen B, C, D… nicht mehr machen.
        Ich stelle (bzw. höre) immer wieder erstaunlich von Nicht-Pendlern fest, wie produktiv/sinnvoll diese doch ihre Zeit nutzen, die ich zum Pendeln brauche. Da ist keiner dabei, der faul aufm Sofa lümmelt, Trash TV schaut und ungesundes Zeug futtert 😉 (Nicht, dass ich es für mich nicht begrüssen würde, nicht pendeln zu müssen. Aber, wie du ja auch schreibst, es kommt immer drauf an, was man draus macht.)

        1. Hi Nina,

          das ist doch ideal. Das gleiche gilt ja auch nicht nur für Pendler, sondern auch für alle anderen Menschen auf der Welt. Und korrekt, jedes Ja bedeutet ein Nein für etwas anderes und jedes Nein bedeutet ein Ja für etwas anderes.

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