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Bist du ein Berufspendler?

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Ja, Nein oder vielleicht? Empfindest du dich als einen Berufspendler welcher jeden Tag gestresst zwischen Arbeitsplatz und Wohnort pendelt?

 

Definition

Fangen wir an mit der Definition eines Berufpendlers. Wie üblich stehen hier mehrere Definitionen im Raum. Ich gehe mal auf 2 Definitionen ein:

  1.  Definition nach Wikipedia, Arbeitsratgeber.de und wohl geläufigste:

„Pendler sind Personen, welche im periodisch wiederkehrenden Wechsel (also täglich/wöchentlich), zwischen ihrem Arbeitsplatz und ihrem Wohnort die Grenzen ihrer Gemeine überschreiten.“

(Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Pendler und http://www.arbeitsratgeber.com/berufspendler-pendler-wohnort-arbeitsplatz/)

2. Definition nach Bundesagentur für Arbeit:

„Pendler im Sinne der Beschäftigungsstatistik sind alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, deren Arbeitsort sich vom Wohnort unterscheidet.“

(Quelle: https://statistik.arbeitsagentur.de/nn_280848/Statischer-Content/Grundlagen/Methodische-Hinweise/BST-MethHinweise/Pendler-meth-Hinweise.html)

 

Was sagt uns das? Nicht viel. Liest man beide Definitionen hat man das Gefühl ein jeder, der nicht im eigenen Ort arbeitet, wird als Pendler bezeichnet. Keine sonderlich sinnvolle Aussage bzw. Definition.
Interessant wird es, und auch verständlicher, wenn man sich die Unterkategorien für Berufspendler ansieht.
Hier werden die Pendler in verschiedene Kategorien bzw. Gruppen eingeteilt:

  1. Nahpendler (einfacher Fahrtweg maximal 20 km)
  2. Fernpendler (einfacher Fahrtweg mehr als 20 km)
  3. Wochenendpendler (sind nur am Wochenende am Wohnort)

Unterschieden wird hier also zwischen Häufigkeit (täglich/wöchentlich) und der Entfernung (weniger bzw. mehr als 20 km). Hiermit lässt sich schon mehr anfangen. Zusätzlich gibt es, für die Statistiken und Datenbanken, noch die Unterscheidung zwischen Ein- und Auspendler.

 

Einpendler: „Einpendler sind sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, die nicht am Arbeitsort wohnen“
Auspendler: „Auspendler sind sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, die nicht am Wohnort arbeiten“

 

So genug der Definitionen und Kategorisierungen. Sprechen wir von Berufspendlern, meinen die meisten wahrscheinlich die Fern- und Wochenendpendler. Nahpendler sind eher weniger gemeint, fallen hier auch die meisten Arbeitnehmer in diese Kategorie (75,4%, siehe Statistik am Ende).

Wir halten also fest: Per Definition ist fast jeder ein Berufspendler. Es wird zusätzlich zwischen der Entfernung unterschieden, welche notwendig ist, um zu unterscheiden wer viel und wer wenig pendelt. Mit Berufspendler ist meist der Fern- und der Wochenendpendler gemeint.

 

Verkehrsmittel der Pendler

Wie pendeln die meisten Menschen zur Arbeit? Die meisten vermutlich mit dem Auto. Zumindest kann man das vermuten, den täglichen Staumeldungen zufolge. Hierzu habe ich eine Umfrage gefunden.

 

Überraschend steht hier das Auto nicht ganz oben sondern die Busse des Nahverkehrs. Nicht weiter verwunderlich wenn man sich ansieht an welchen Orten  die Umfrage stattgefunden hat bzw. wen man befragt hat. In der Quelle wird geschrieben dass die Umfrage in den Verkehrsverbünden der 10 größten deutschen Städte Deutschlands durchgeführt wurde. Das erklärt entsprechend die Busse auf Platz 1. Und dennoch gibt die Umfrage einen guten Einblick, denn viele Berufspendler fahren vom Umland in die großen Städte. Überträgt man das aufs gesamte Deutschland kann man folgern dass ein Großteil der Pendler mit dem Auto fährt und nur wenige die Bahn (ICE/IC/IRE/RE) nutzen.

Keine Überraschung, der Deutsche fährt gerne Auto und pendelt mit diesem genauso gerne.

 

Fahrtzeit

Wie weit und wie lange sind wir Berufspendler im Schnitt so unterwegs? Auch hierzu gibt es anschauliche Statistiken. Gefunden habe ich hier 2 Statistiken aus dem Jahre 2012. Erstere zeigt an wie lange Berufspendler durchschnittlich unterwegs sind.

 

Wir sehen also dass 21% der Deutschen länger als eine Stunde pro Wegstrecke unterwegs sind. Das sind mehr als 2h pro Tag, was sehr viel Zeit ist. Weniger als die Hälfte der Deutschen hat einen Fahrtweg unter einer halben Stunde. Man kann sich also gut ausmalen wieviel Zeit wir täglich darauf verwenden zu arbeiten und zur Arbeit hin- und zurück zu kommen. Eine ganze Menge, wenn wir noch den Schnitt der Überstunden hinzunehmen. Und was wir sonst so am Tag noch alles machen müssen/sollten …

 

Wegstrecken

Interessant sind auch die Wegstrecken welche für die Arbeit zurückgelegt werden. Die folgende Grafik vergleicht die Ergebnisse aus dem Jahr 2012 mit dem Jahr 1996. Das Ergebnis ist durchaus interessant. So gravierend viel hat sich bei der Verteilung auf die Wegstrecken nämlich nicht getan. Als auffällig bezeichnen kann man die Punkte, dass mehr von daheim arbeiten (mögliche Gründe können Homeoffice und Digitalisierung sein). Es sind allerdings auch mehr Berufspendler geworden welche eine Strecke von 25 bis 49 km zurücklegen.

 

So viel hat sich also gar nicht getan. Die Menschen pendeln genauso wie zu früheren Zeiten. Man kann festhalten dass, im Vergleich zu früher, mehr Menschen daheim arbeiten und mehr Menschen weitere Strecken pendeln. Dafür sind die Menschen, welche die normalen Pendelstrecken zurücklegen, weniger geworden. Spannend wird zu beobachten sein, wie sich das in Zukunft entwickelt. Die Studienergebnisse sind nun auch schon 5 Jahre alt. Ich werde noch nach neueren Studien recherchieren und diese dann veröffentlichen. Es lässt sich also auch in den Ergebnissen erkennen, dass der Trend in Ballungsräumen zu arbeiten und außerhalb dieser zu wohnen, vorhanden ist. Dazu sagen auch die vielen täglichen Staunachrichten viel aus, hier werden großteils nur Ballungsräume genannt.

Stellt sich die also die Frage wie wirkt sich die viele Zeit für Hin- und Rückfahrt zur Arbeit auf uns aus? Belastet uns das? Und wenn ja wie stark? Was können wir dagegen tun? Und warum pendeln wir?

Auf diese Fragen gehe ich in den nächsten Blogbeiträgen ein.

 

Fazit

Wie ist das bei dir? Zählst du dich nun zu den Pendlern? Oder nicht? Welche Strecken und Fahrzeiten bewältigst du täglich oder wöchentlich? Was sind deine Erfahrungen damit?

Schreibe in die Kommentare oder per Mail an mich.

Viele Grüße

Marc

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