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Routine: Wie gewinne ich mehr Zeit?

Routine mit einer Tasse Kaffee

Wie kann man als Pendler seinen Tag so gestalten dass man mehr Zeit hat? Im letzten Artikel über das Thema Zeit im Allgemeinen, habe ich geschrieben dass es unterschiedliche Wahrnehmungen von Zeit gibt. Und vor allem dass man diese Wahrnehmung ändern kann. Um gerade als Pendler mehr Zeit zu gewinnen gibt es einige kleine Dinge welche aber einen großen Effekt auf unsere Zeit und auch die Wahrnehmung derselbigen haben. Zu diesen großen Effekten zählen Routinen. Eine Routine ist nichts anderes wie eine Gewohnheit, welche tagtäglich immer wieder gleich abläuft. Die bekannteste Routine ist sicherlich das Zähne putzen. Jeden morgen und jeden Abend gehen wir automatisch ins Bad und putzen unsere Zähne.

Wir haben das zur Gewohnheit gemacht und würden es nie mehr anzweifeln. Es läuft völlig automatisiert  ab ohne dass wir noch nachdenken was wir tun müssen. Genau solche Routinen zur Zeiteinsparung möchte ich hier vorstellen.

 

Zeit sparen durch Routine

 

Wie lässt sich nun durch eine Routine Zeit sparen? Nun, kennen Sie das Sprichwort „Die Macht der Gewohnheit„? Diese Redewendung beruht auf der Erkenntnis bzw. Tatsache dass Routinen und Gewohnheiten immer schneller umgesetzt werden als bewusstes Handeln. Durch bewusstes Handeln überlegen wir uns wie wir etwas tun und warum wir etwas tun. Das kostet uns Zeit.

Im Gegensatz dazu nutzt eine Routine oder Gewohnheit  die Fähigkeit des reflexartigen Handelns, wir müssen also nicht mehr überlegen wie wir etwas tun oder warum wir das tun. Wir sparen uns somit viel Zeit. Richtig eingeführt ist eine Routine auch oftmals besser und perfekter als eine bewusste Handlung bei der wir schlicht zu viel denken „Wie mache ich das am besten?“.

Daher sparen uns gute Routinen viel Zeit und auch Überlegungskraft. Also nutze „Die Macht der Gewohnheit„! (Mehr zum Thema Routine erfährst du in diesem Buch*

 

Routine 1: Zeit sparen durch eine feste Morgenroutine

 

Was ist eine Morgenroutine? Das ist eine Routine welche wir morgens, und ich meine jeden morgen, immer ablaufen lassen. Und zwar immer auf die gleiche Weise und zur gleichen Uhrzeit. Warum das ganze? Wir sparen Zeit damit. Wir müssen morgens nicht überlegen was wir als nächstes tun, wir haben es verinnerlicht und tun es automatisch. Ohne nachzudenken. Das spart Zeit.

Was gehört zu einer guten Morgenroutine? Da wäre als erstes das Aufstehen zur gleichen Uhrzeit. Man sollte jeden morgen zur gleichen Uhrzeit aufstehen. Welche Uhrzeit ist erstmal egal, je früher desto besser, vor allem für den morgenlichen Verkehr. Dies ist aber kein Muss. Kein snoozen, kein nochmal umdrehen, kein „noch 5 min“. Aufstehen!

Eine weitere Routine ist morgens kalt duschen bzw. duschen. Das macht wach und erfrischt, entsprechend ist man gleich morgens fit. Die meisten Menschen duschen morgens eh, dann kann man auch versuchen am Ende kurz kalt zu duschen. Das kostet am Anfang etwas Überwindung, aber wenn der Effekt des „Kreislauf-hochfahrens“ wirkt, lernen wir die Vorteile zu schätzen.

Morgens ist auch eine gute Zeit um ein, zwei kleine Aufwärmübungen zu machen. So wird der Kreislauf angekurbelt und man fühlt sich fitter für den Tag und auch weniger gestresst. Ein Satz Liegestütze, Sit-ups oder Kniebeugen ist schnell gemacht. Das ganze kostet 2 min Zeit und diese 2 min holt man sich über den Tag gleich wieder rein.

Ebenfalls eine gute Routine für morgens ist meditieren. So nutzt man die morgendliche Ruhe um Entspannung und Ruhe zu finden. Das führt zu mehr Gelassenheit und dadurch mehr Kontrolle den Tag über. Man kommt in einen Modus des Agierens und nicht des Reagierens.

Ein Glas Wasser morgens ist auch eine gute Angewohnheit. Jeden Morgen ein Glas Wasser bringt den Kreislauf in Schwung, da wir über Nacht auch Wasser verlieren. Es wirkt erfrischend und wohltuend und ist nebenbei auch gesund.

Die Morgenroutinen haben als Ziel möglichst schnell wach und bereit für den Tag zu machen. So quälst du dich nicht müde durch den Morgen sondern kannst direkt Gas geben und hast somit mehr vom Tag.

Weitere Ideen für Morgenroutinen finden Sie hier oder hier.

 

Routine 2: Mehr Zeit für die Tagesplanung und dabei mehr Zeit gewinnen

 

Passend auch für die Morgenroutine ist die Tagesplanung. Durch das morgendliche Planen des Tages spart man viel Zeit und gibt dem Tag Struktur.  Durch die Tagesplanung bestimmen Sie zum großen Teil wie viel Zeit sie für welche Tätigkeit einplanen wollen. Was sollte man bei der Tagesplanung alles berücksichtigen? Dazu zählt:

 

  • Welche wichtigen Termine liegen heute an?
  • Was möchte ich heute alles erledigen?
  • Muss ich heute wichtige Anrufe erledigen?
  • Wann möchte ich heute daheim sein?
  • Pufferzeiten einplanen (es passiert immer etwas Unvorhergesehenes)

 

Plant man solche ToDos und Termine morgens direkt, spart das Zeit. Man kann sich Puffer einplanen und sieht was man überhaupt alles erledigen kann an dem Tag. So ist der Tag nicht vollgestopft und man hat abends ein Erfolgsgefühl alles geschafft zu haben.

Die Tagesplanung gibt einem auch ein Gefühl der Kontrolle über die eigene Zeit. Keine Kontrolle über die eigene Zeit, gerade bei Berufspendlern, führt oft zu Stress (siehe alter Artikel).

Man muss seinen Tag nicht morgens planen. Man kann seine Tagesplanung auch am Abend davor machen, das wäre somit ein Bestandteil der Abendroutine.

 

Routine 3: Zeit sparen durch eine feste Abendroutine

 

Die Abendroutine verhält sich analog zu der Morgenroutine, nur eben abends 🙂 . Auch hier ist es klug sich verschiedene Routinen anzueignen. Abendroutinen bilden einen einfachen Abschluss des Tages und machen so den Kopf frei von Gedankengut. Somit kommt man leichter und schneller ins Bett.

Es bietet sich, analog zur gleichen Uhrzeit morgens aufstehen, an jeden Abend zur gleichen Uhrzeit ins Bett zu gehen. Durch feste Uhrzeit abends kommt man morgens auch eher zur gleichen Uhrzeit aus dem Bett. Hier wirkt sich der Vorteil also doppelt aus. Um jeden Abend rechtzeitig ins Bett zu kommen kann man sich z.B. einen Wecker stellen, bis man die die Routine in den Alltag implementiert hat.

Ein zeitsparender Faktor ist es sich abends die Klamotten für den nächsten Tag rauszulegen. So hat man mehr Ruhe und Zeit zu überlegen was man anziehen will. Dadurch muss man sich morgens nicht entscheiden was man anzieht und kommt dadurch nicht in Stress weil man einfach das richtige nicht findet. Und man muss sich morgens nur noch anziehen.

Analog zu den Klamotten rauslegen kann man das Frühstück für den morgigen Tag hinrichten. Zum Beispiel die Kaffeemaschine vorbereiten so dass nur noch das Pulver rein muss oder die Tasse schon mal hinstellen und das Pad in die Maschine legen. Isst man morgens Müsli kann man sich Löffel, Schale und Müsli hinrichten.

All das sind zwar nur Kleinigkeiten bewirken aber viel. Sie sparen morgens Zeit wenn man im Halbschlaf durch die Wohnung schlendert. So kann man sich morgens mehr auf das Wach-werden konzentrieren.

Es gibt dem Tag auch ein strukturiertes Ende,  und es fällt einem einfacher abzuschalten und nicht an Morgen zu denken. Weitere Abendroutinen findest du hier.

 

Fazit

 

Warum sollte ich eine Routine einführen? Die Morgen- und Abendroutine geben unserem Tag einen Rahmen. Wir gestalten uns morgens den Rahmen und schließen ihn abends ab. Durch diese Struktur gewinnen wir mehr Zeit, wir kommen ins agieren und reagieren nicht mehr. Die morgendliche Hektik  durch ein schnelles Frühstück, keine Klamotten zum anziehen finden und der Müdigkeit geht weg. Wir sparen so quasi Zeit im doppelten Sinne.

Gleich verhält es sich mit der Abendroutine. Durch die Abendroutine fallen nicht vom Sofa ins Bett sondern bereiten den nächsten Tag vor und gewinnen dadurch am nächsten Tag Zeit. Gleichzeitig schließen wir den Abend in Ruhe ab und können so auch besser schlafen.

Die Tagesplanung lässt uns mehr von unserem Tag haben. Eine Tagesplanung kostet zwar Zeit, spielt diese Zeit aber sehr schnell wieder ein. Wir haben so mehr Kontrolle über unseren Tag, können mehr agieren anstatt reagieren. Dadurch sind wir mehr Herr bzw. Frau über unsere Zeit.

Bildhaft beschrieben kann man sagen das die Morgen- und Abendroutine den Rahmen des Tages bilden und die Tagesplanung die Struktur des Tages, also quasi das Bild innerhalb des Rahmens. Sie wissen ja, ein schönes Bild braucht auch einen schönen Rahmen.

Auch wenn diese Punkte am Anfang mehr Zeit kosten, sind diese Punkte erstmal Routine bzw. Angewohnheit, gewinnen wir deutlich mehr Zeit und Zufriedenheit. Gerade für Berufspendler ist es wichtig dem Tag mehr Struktur zu geben und Zeit zu sparen. Daher solltest du als Pendler auch Morgen- und Abendroutinen einführen.

 

Es ist deine Zeit, nutze sie!

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