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Der Alltag eines Pendlers

Der Alltag auf Schienen

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Weihnachten steht vor der Tür und alle freuen sich auf Ihren Urlaub oder zumindest mal ruhiger Tage.

Auch ich freue mich auf ruhigere Tage und Urlaub. Ebenfalls auch dieser Blog. Dies wird der letzte Beitrag 2017 sein. Der nächste Beitrag wird dann im Januar 2018 kommen. Solange wird kein Beitrag erscheinen.

Ich möchte zum Abschluss des Jahres kurz einmal meinen Tag skizzieren. Was ich für Routinen pflege, auf was ich achte und was ich so tue. Einfach meinen Alltag als Pendler.

Ich versuche dir darzulegen wie ich meinen Tag strukturiere und wie ich arbeite, einfach meinen Alltag. Ich hoffe es inspiriert dich ein wenig.

 

Der Alltag eines Pendlers: Morgens

 

Jeden Tag um halb 6 klingelt mein Wecker. Einmal. Keine Snooze-Taste. Anschließend stehe ich auf und gehe erst einmal ins Bad. Hier zählt für mich als einer der wichtigsten Punkte: kaltes Wasser. Sich zumindest einmal kurz mit kalten Wasser abzuspülen um dadurch wacher zu werden. Das kurbelt den Kreislauf an und macht sofort wacher.

Anschließend gibt es Frühstück (am Abend vorher habe ich schon alles hingerichtet) und während des täglichen Müslis lese ich ein gutes Buch.

Direkt danach setzte ich mich im Schneidersitz auf unser Sofa und meditiere bis zu 10 min. Augen zu und in Ruhe ein- und ausatmen. Dazu nutze ich eine App (app verlinken). Ab und an mache ich auch geführte Meditationen.

Für mich ist das mittlerweile der zentrale Baustein geworden, neben dem Müsli. Ohne Essen geht bei mir nichts morgens. Durch das meditieren komme ich in einen ruhigen, konzentrierten Zustand. Ich bereite mich mental auf den Tag vor.

Anschließend mache ich genau eine Übung. Ein Satz. Das dauert keine Minute aber bringt nochmal den Kick für den Kreislauf und den Körper. Es regt den Körper an. Also entweder ein Satz Sit-ups, Push-ups oder einen Plank über 45 sec.

Dann ziehe ich mich für den Tag um, auch hier habe ich meine Klamotten schon am Vorabend rausgelegt.

Und dann geht es los zur Bahn… Das ist meine tägliche Morgenroutine.

 

Die Bahnfahrt zum Büro

Meine Bahnfahrt besteht aus 3 Teilen. Mit der Sbahn zum Hbf, dann von Stuttgart Hbf nach Ulm Hbf und anschließend entweder mit der Straßenbahn oder zu Fuß ins Büro.

Den Weg mit der Sbahn in Stuttgart gestalte ich jeden Tag als Fortbildung für mich. Ich höre hier Podcasts oder lese ein Buch.

Anschließend steige ich um in den ICE. Das erste was ich dort erledige: Meine Tagesplanung! Immer jeden Tag als erstes. Der Trigger ist für mich hier das hinsetzen im Zug.

Ich öffne meinen Outlook-Kalender, meine Todo-Liste (hier nehme ich Todoist) und schaue was ich heute erledigen kann. Hier plane ich mir auch immer genug Pufferzeit ein. Den bei uns im Büro kann es manchmal sehr schnell gehen und schon muss man alles ändern.

Ich setze mir 3 Tagesziele. Das kann alles mögliche sein. Eine spezielle Aufgabe, welche ich heute unbedingt erledigen möchte. Zum Beispiel ein Angebot was unbedingt heute raus muss. Oder einen neuen Blogartikel schreiben. Ich setze mir auch oft feste Uhrzeiten wann ich daheim sein will. Als Bahnfahrer geht das gut (so oft hat die Bahn nicht Verspätung 😉 ). Das mache ich meist wenn ich noch etwas vorhabe, z. B. etwas unternehmen, Sport machen oder anderweitige Termine.

Und dann ganz wichtig: Dann richte ich den ganzen Tag nach diesen 3 Aufgaben aus. Weil diese 3 die wichtigsten Aufgaben des Tages sind.

Das ganze dauert max. 5- 10 min. Und dann ist die Stunde morgens im Zug immer für meinen Blog reserviert. Hier schreibe ich dann neue Artikel oder bastel an meinem Blog oder überlege mir was ich besser machen kann.

In Ulm angekommen gibt es 2 Möglichkeiten: Ich fahre mit der Tram oder ich laufe. Das hängt vom Wetter und meiner Lust ab. Wenn ich laufe, höre ich nebenbei Musik oder einen Podcast.In der Tram mache ich selbiges, hier kann ich noch lesen.

Und wenn ich dann im Büro bin gibt es einen Kaffee und ich kann direkt Gas geben und gehe meine Aufgaben und Termine an.

 

Die Bahnfahrt nach Hause

 

Hier ist es fast analog zu der Bahnfahrt zum Büro. Allerdings laufe ich hier nicht zum Bahnhof. Hier fahre ich Tram. Ab und an muss auch ich mich beeilen rechtzeitig aus dem Büro zu kommen. Und während der Tramfahrt höre ich mir einen guten Podcast an. Du siehst schon, ich liebe Podcasts…

Im Zug auf der Rückfahrt beantworte ich erstmal noch einige Emails und gehe meinen Kalender durch. Meine Rückfahrt ist freigehalten für Bücher zum Weiterbilden (oder auch Romane) und kleinere Erledigungen oder zum arbeiten an einem meiner sonstigen Projekte.

Man könnte diese auch als Weiterbildungsstunde bezeichnen, zu 90% arbeite ich an solchen Projekten während der Rückfahrt. Wenn etwas wichtiges am Blog anfällt dann mache ich auch das.

Abschließend führe ich im Zug noch mein Daily Journal. Das mache ich in Evernote. Hier reflektiere ich meinen Tag und schreibe mir auf was gut war und was ich noch verbessern kann. Und wie ich mich fühle. Das dauert maximal 5 min.

In Stuttgart angekommen höre ich auf der Rückfahrt nach Hause auch immer Podcasts.

Daheim angekommen gibt es im Prinzip 2 Möglichkeiten: Ich mache Sport oder ich mache keinen Sport. Das hängt von meiner Tagesplanung ab. Aber wenn ich Sport mache, dann direkt nach dem heim kommen.  Im Normalfall gehe ich kurz nach Hause bin da 15 min und gehe dann zum Sport.

Ganz wichtig hier: Ich lege mich nicht erst auf die Couch oder sonst irgendwas in der Art. Ich komme heim und bereite mich direkt vor für den Sport.

 

Der Alltag eines Pendlers: Abends

Ich brauche so 7 bis 7,5 h Schlaf. Das ist für mich die ideale Schlafdauer, das habe ich herausgefunden. Da ich um halb 6 aufstehen will, orientiert sich meine Zeit, wann ich ins Bett gehe, daran.

Mein Abendritual besteht aus mehreren Punkten: Frühstück vorbereiten, Klamotten rauslegen, alle Räume lüften und Zähne putzen.

Wir lüften alle Räume um ein gutes Schlafklima zu haben. Und mit frischer Luft schläft es sich einfach besser. Frühstück vorbereiten bedeutet Müslischalen und Löffel raus, Auffüllen was leer ist und so weiter.

So geht nicht morgens unnötig Zeit drauf noch alles aufzufüllen oder Sachen rauszustellen.

Ebenfalls lege ich mir meine Klamotten, welche ich am nächsten Tag anziehen will, abends raus. So geht die Zeit, welche ich zum überlegen brauche, abends drauf und ich komme morgens immer rechtzeitig auf meinen Zug.

Abschließend geht es ins Bad und dann ins Bett. Je nachdem wie viel Uhr ist, bleibt noch Zeit etwas zu lesen. Und das ist meine Abendroutine.

 

Fazit

 

So sieht mein Alltag aus. Stressig? Das mag der erste Eindruck sein. Ich habe ja nicht alles gleichzeitig eingeführt. Eines nach dem anderen und habe mir so meinen Tag immer besser gestaltet. Für mich passt das aktuell so sehr gut. Ich habe genug Energie und die richtige Mischung zwischen Planung und Vorbereitung des Tages.

Der Artikel soll eine Inspirationsquelle sein und aufzeigen dass die Routinen und Planung des Tages ein gutes Werkzeug sind und man damit auch wirklich Zeit einspart. Und vor allem aber auch Energie gibt. Für mich tun Sie das. Ich mache die oben beschrieben Dinge komplett automatisiert und ich brauche hier keine Disziplin.

Da ich den Vergleich habe zu früher, als ich das alles nicht gemacht habe, kann ich sagen: Es hilft! Ich spare Zeit, Energie und schaffe mehr bei der Arbeit.

Wie sieht das bei dir aus? Wie sieht dein Tag aus?

 

Use your time, it`s yours!

2 Gedanken zu „Der Alltag eines Pendlers

  1. Wie lange fährst du denn s-bahn und tram bzw. wie lange läufst du? Wie regelst du dein Essen (abgesehen vom Müsli morgens). Direkt ohne Abendessen zum Sport wär nix für mich 😉 Hast du schon mal Meditation in der Bahn probiert?

    1. Sbahn hin mit laufen sind ca. 25 mins. Tram sind ca. 15 mins bzw. 25 mins laufen. Mittags habe ich etwas vorgekochtes dabei oder gehe mit Kollegen essen. Das kommt ganz darauf an. Ja ich esse noch eine Kleinigkeit in der bahn bzw. nehme mir dafür etwas mit. Nur mit dem Mittagessen käme ich da nicht auch nicht klar 🙂
      Nein das habe ich nicht. Was ich probiert habe sind so kurze „Naps“. Also so 10-15 min in der Bahn auf dem Heimweg. Das hat mir oft nochmal richtig Schwung für den Abend gegeben.

      Wie ist das bei dir?

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